Der Adwords Qualitätsfaktor: Nur Mittel zum Zweck!
Der im Jahre 2005 von Google eingeführte Qualitätsfaktor sollte jedem Adwords Advertiser ein Begriff sein und man sollte wissen, wie man ihn optimieren kann. Ich will jetzt hier aber nicht wie in so vielen anderen Blogbeiträgen auf die Möglichkeiten der Optimierund des Qualitätsfaktors eingehen, sonder mich mit dem Nutzen des Qality Scores für den Advertiser, den Publisher (im Content Netzwerk) und natürlich Google selbst beleuchten.
Offiziell führte Google den Qualitätsfaktor ein um, die Relevanz der auf bestimmte Suchbegriffe ausgelieferten Anzeigen zu erhöhen und dem Suchenden die relevantesten Anzeigen zu präsentieren. Danke Google dafür vom Advertiser und Publisher! Aber nur weil Google mit Adwords eines der effektivsten Online Marketing Systeme anbietet und sehr viele nützliche Anwendungen kostenfrei zur Nutzung freigibt, sind sie nicht die wohltätigen Heilsbringer. Wie bei allen was Google tut steht der eigene Nutzen immer im zentralen Interesse. Kein Unternehmen weltweit schafft es so geschickt wie Google mit seinen Innovationen den eigenen kommerziellen Nutzen, durcj einem offensichtlichen Nutzen für die Anwender zu verschleiern. Jedes dieser durchaus hilfreichen Tools, die Google kostenfrei auf den Markt bringt, spielt eine strategisch Rolle im Schachspiel. Entweder sie dienen der Generierung von noch mehr wichtigen Daten (im Gegensatz zu unseren Datenschützen habe ich damit aber nicht so das große Problem, Anmerk. des Verf.) um ihre Systeme weiter zubessern oder dem Verkauf von Klicks.
So auch beim Quality Score. Google hat das primäre Interesse das Optimum aus jedem Seitenaufruf der Suchergebnisseiten und der Publisher Seiten im Content Netzwerk an Klicks herauszuholen. Die CTR (Click-through-Rate) stellt das wichtigste Kriterium für den Qualitätsfaktor dar und ist quasi die entscheiddende Relevanz Kennziffer. Macht Sinn und ist gleichzeitig auch der treibende Motor noch mehr aus jedem Seitenaufruf das Optimum an Klicks auf die kostenpflichtigen Anzeigen herauszuholen. Advertiser oder deren Awords Agenturen investieren viel Zeit in die Optimierung des Quality Scores. Damit erreichen Sie günstigere Klickkosten, aber auch mehr Klicks durch eine gesteigerte CTR. Man optimiert also nicht nur seine Performance sondern auch die von Google.
Und hier bedarf es die Wichtigkeit des Qualitätsfaktors für die Optimierung von Adwords Kampagnen wieder etwas zu relativieren. Man muss sich dabei immer vor Augen halten, dass als Hauptintention eines Advertisers meistens nicht die Generierung von so vielen Klicks wie möglich steht (Reichweite) sein sollte, sondern die Optimierung der Qualität der Klicks. Eine reine Fokussierung auf die Verbesserung des CTR und dadurch des Quality Scores spielt daher in erster Linie Google in die Karten und macht aber nicht immer Sinn für den Advertiser. Diesem Interessenkonflikt werde ich aber noch einen eigenen Beitrag widmen.
Unter Berücksichtigung dieser Tatsachen, ist es daher wichtig bei seinen Optimierungsbemühungen den CTR bzw. Qualitätsfaktor als sekundäre Kennziffer, die in erster Linie dazu dient Google zufrieden zu stellen zu sehen. Der primäre Fokus vom Advertiser sollte auf den eigentlichen qualitativen Kennziffern wie Conversionkosten, Conversionrate, Conversions oder ROI. Wenn kein klares Abverkaufs- bzw. Transaktionsorientiertes Geschäftsmodell vorliegt sollte der Fokus auf Engagement Zahlen wie Bounce Rate, Page Impressions oder Aufenthaltsdauer pro Keyword liegen. Der Qualitätsfaktor ist immer nur Mittel zum Zweck!
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Olaf Kopp ist Geschäftsführer der Aufgesang Inbound Online Marketing Agentur , Gründer von SEM Deutschland und Online Marketing Berater aus Hannover. Er schreibt rund um die Themen Online Marketing, Usability und Web Analytics. Seine Passion liegt insbesondere im Bereich Suchmaschinenmarketing (SEM) bzw. Google AdWords und SEO.
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[...] Der Adwords Qualitätsfaktor: nur Mittel zum Zweck (online-marketing-deutschland.de) [...]
Schon ganz schlüssig, allerdings: wenn ich davon ausgehe, dass der werbetreibende weiss was er tut, wird er immer `mehr` wollen: mehr klicks fur das gleiche KW zum identischen CPC, mehr Conversions zum gleichen CPO etc. Und der QS kann hier schon eine gute Rolle spielen. Uberteiben sollte man es aber nicht, denn Anzeigen mit 4x KW-Insertion ohne klare call-to-action, aber mit hohem QS sind meist auch nix. Kann man aber prima testen, zB im max. CPA-Modell, wo man das Bidmanagement Google überlässt… man merkt dann recht schnell, welche Anzeigen ausgeliefert werden..