Google Plus und der Tipping Point

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Wird Google+ das nächste große Ding oder ein weiterer Rohrkrepierer des Medien Unternehmens aus Mountain View?

Der Tipping Point beschreibt den Punkt an dem die kritische Masse erreicht ist um etwas durchstarten zu lassen oder wie es Wikipedia beschreibt:

Der Begriff tipping point (deutsch: Umkipp-Punkt) bezeichnet jenen Punkt oder Moment, an dem eine vorher lineare Entwicklung durch bestimmte Rückkopplungen abrupt abbricht, die Richtung wechselt oder stark beschleunigt wird („qualitativer Umschlagspunkt“).

Mit diesem Tipping Point hat sich Malcolm Gladwell in seinem Buch “The tipping point – How Little Things Can Make A Big Difference” u.a. im Rahmen der Verbreitung von Botschaften und Innvovationen beschäftigt. Ein sehr gutes Buch, was mir bei meiner Diplomarbeit zum Thema Innovationsentwicklung, viraler Verbreitung von Botschaften und Entwicklung von sozialen Netzwerken sehr geholfen hat. Denn auch soziale Netzwerke wie Google Plus müssen diesen Tipping Point erreichen bevor ihnen eine erfolgsversprechende Zukunft prophezeit werden kann und vor allem wirtschaftlich rentabel werden.

Ein Tipping Point beschreibt den Punkt eines Graphen an dem eine gleichmäßig steigende Gerade bzw. Kurve  zu einer nach oben überproportional steigenden Kurve wird. Betrachtet man die Kurve der Nutzerzahlen von Google Plus ist kein Tipping Point zu erkennen. Eher das Gegenteil.

Quelle: Dreamgrow.com

Quelle: Dreamgrow.com

Ich denke es wäre zu früh dafür, dass Google mit seinem Projekt den Kopf in den Sand steckt, zumal der freie Zugang noch nicht gewährt wird und User immer noch nur per Einladung Zugang zum Social Network finden. Die Strategie ist klar. Erst die  Early Adopter bzw. Influentials begeistern und durch diese dann den Weg in den Mainstream erreichen. Die Influentials waren und sind begeistert, aber Ihr Einfluss auf den Masse der Gesellschaft scheint für meinen Geschmack derzeit noch etwas schwach zu sein. Der Tipping Point wurde noch nicht erreicht.

Die Gründe können viele sein. Die relevantesten würde ich die noch zu sehr kurze Google Plus Geschichte, aber auch die scheinbar große Technik Lücke zwischen den E-Fluentials & Geeks und dem Mainstream. Die Gesellschaft hat sich aufgeteilt in eine kleine (klein in Bezug auf den Anteil an der gesamten Gesellschaft) technikaffine Gruppe an First Movern und einem großen Teil, der nur sehr träge auf Innovationen reagiert und oft nicht offen dafür ist.

Wenn man sich die Entwicklung von Facebook ansieht sollte man Google+ aber noch mindestens 6-12 Monate geben um eine Aussage treffen zu können. Bis dahin muss ich mich wohl oder übel in beiden Welten herumtreiben und hoffen, dass sich bald Lösungen der Synchronisation der beiden Netzwerke anbieten.

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3 Comments

  1. Kai Thrun sagt:

    Hej Olaf,

    dass Problem, was ich in Moment bei G+ sehe ist, dass die “Verkäufer” (PR/Marketing etc) vor dem Kunden/Konsumenten dort ist. Dies könnte dazu führen, dass es eine Übersättigung eines nicht vorhandenen Marktes stattfindet. Ich sehe es aber ähnlich, Ruhe bewahren und abwarten, wie sich das Projekt entwickelt.

    Grüße Kai

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  2. Olaf sagt:

    Aber oft sind diese Menschen, ja auch die Inlfuentials bzw. Early Adopter…

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  3. Browsersim sagt:

    der “große Teil” ist, wenn er von einer hinreicend großen Masse angezogen wird, gar nicht mehr träge. Ich würde das als Kneipenproblem bezeichnen: Wenn eine Kneipe leer ist, will auch keiner rein. Wenn sie voll ist, wollen (im Prinzip) alle rein.

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