Immer wieder kam in den letzten Jahren in der Zusammenarbeit mit Agenturen die Frage auf, ob es sinnvoll ist auf den eigenen Brandnamen bzw. Firmennamen als Keyword Anzeigen in der Suche zu buchen.

Von Agenturseite kam immer die Empfehlung dies zu tun. Ich war immer skeptisch und habe es abgelehnt. Jetzt stehe ich selber auf der Agenturseite und biete die Optimierung und Betreuung von Adwords Konten an. Ich bleibe der Meinung, dass es nur in Sonderfällen Sinn macht auf den eigenen Firmennamen als Keyword zu bieten. Z.B. dann wenn bei der Suche nach dem Firmen oder Brandname bei z.B. Google die Firma nicht unter den den Top Ranking in den organischen SERPs erscheint, weil die Website eventuell sehr neu ist oder man in Sachen SEO einfach geschlafen hat. (Anmerk.: Im Zweiten Fall sollte man das schleunigst nachholen.) Da dies aber eher die Ausnahme ist, habe ich mich immer gefragt und frage mich immer nich warum Agenturen, dies dennoch Empfehlen. Das Einzige Argument wäre eventuell die Präsenz durch eine zusätzliche Anzeige auf der ersten Suchergebnisseite zu verstärken. Aber dafür Geld bezahlen, obwohl man den Traffic über die organischen Suchergebnisse umsonst haben kann? Das Argument ist mir einfach zu schwach. Man könnte eventuell noch das Argument geltend machen die Konkurrenz im Anzeigenbereich von den Top Anzeigenplätzen zu verdrängen. Da ist aber eh der bessere Weg Markenschutz bei Google zu beantragen.

Meine Vermutung ist ja immer noch, dass Agenturen gerne auch auf den Firmennamen buchen, da dabei die entscheidenden Kennziffern Conversions, Conversionrate, Conversionkosten und CTR i.d.R. überdurschnittlich gute Werte aufweisen und dass somit die Gesamtkonto Statistik bzw. Performance die Arbeit der Agentur auf den ersten Blick in einem sehr guten Licht darstehen lässt. Schaut sich der Kunde dann nur oberflächlich das Gesamtkontoergebnis an und geht dabei nicht tiefer in Kampagnen- oder Anzeigengruppebene sieht ads geschönte Ergebnis befriedigend aus und der Kunde ist zufrieden. Dass er evntuell für Klicks bzw. Conversions bezahlt, die er normalerweise umsonst über die organische Suche bekommt ist ihm dann nicht bewusst.

Dies ist natürlich reine Spekulation, aber bisher konnte mir auch noch kein Mitarbeiter dieser Agenturen eine Begründung abgeben. Man muss natürlich anmerken, dass die CPCs für die Buchung auf die eigene Brand meistens eher gering ist, aber Geld ist nunmal Geld. Ich empfehle meinen Kunden i.d.R. nicht auf den eigenen Brandnamen zu bieten ausser in den bereits angesprochenen Sonderfällen.

Vielleicht hat ja einer eine weitere logische Begründung, die mich von meiner Meinung abbringt…

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